Es begann mit dem Murradweg R2. In Österreich vorbildlich ausgeschildert und in Tourismusportalen als durchgehend bis Legrad in Kroatien beworben, erlebte ich beim Grenzübertritt zu Slowenien Unerwartetes: es gab keinen Murradweg, der auch als solcher ausgeschildert gewesen wäre.
Dann der EuroVelo 9. In Österreich durchgehend ausgeschildert, endet die Markierung unvermittelt kurz vor Spielfeld, ohne jeden Hinweis auf eine Fortsetzung in Slowenien. Nicht so in OSM: durchgehende Erfassung des EV9 in Slowenien, obwohl es in Slowenien keine EV9-Ausschilderung gibt.
Bei diesen Recherchen bin ich immer wieder auf den Drauradweg gestoßen. Schon beim ersten genaueren Hinsehen, hatte ich das Gefühl, da kann etwas nicht stimmen. Die Vielzahl an Varianten erschien mir unlogisch.
Geschichte des Drauradweges
Der Drauradweg wurde in den 1980er Jahren als Zufahrten zu den Wasserkraftwerksbauten errichtet. Der erste Abschnitt zwischen Spittal und Völkermarkt wurde 1990 als R1 markiert [1].
2002-2006 wurde im Rahmen des EU-Projektes “Drauradweg” eine durchgehende Verbindung vom Toblacher Feld (IT) bis Marburg (SI) errichtet [2].
2007-2013 unterstützte das EU-Projekt “Mura-Drava cycling route” die Weiterführung bis Varaždin und Osijek (HR) [3]. Spätere Programme förderten die laufende Verbesserung der Infrastrukturen.
Wegweisung in Südtirol (IT)
Der Drauradweg wird in Südtirol auf den Pustertal Radweg “3” (Pista ciclabile Val Pusteria “3”) [4] geführt. Auf der Beschilderung hat der Radweg keinerlei Bezeichnung. Es ist nur das allgemeine Symbol für Radroute (percorso ciclabile) angeführt.
(Hintergrund (c)ESRI)